GKV-Finanzreform kostet Leben - Auch die Physiotherapie ist betroffen!
Die angestrebte neue Finanzreform der gesetzliche Krankenkassen trifft auch Physiotherapeut*innen so wie ihre Patient* innen direkt. Die jetzige Regierung ist bereit, die ambulante Versorgung für Einsparungen heranzuziehen.
Wir stellen uns auch hier entschieden dagegen!
Ganz konkret soll im ersten Schritt die Zuzahlung von 10€ auf 15€ pro Verordnung steigen. Dies ist gerade für die Patient*innen problematisch, da jetzt schon die Zuzahlung immer wieder zu finanziellen Schwierigkeiten führt. Verordnungen werden nicht angetreten oder abgebrochen, weil Menschen es sich nicht leisten können, gerade bei den jetzt so stark gestiegenen Lebensmittel- und Energiepreisen wird sich zweimal überlegt, für was noch Geld da ist. Die wiederum führt zu schlechteren Verläufen, mehr Chronifizierung und höhere Pflegebedürftigkeit- und am Ende höhere Kosten für das Gesundheitssystem.
Für Physiotherapiepraxen wird die Finanzreform sich auch in anderen Bereichen kritisch bemerkbar machen. So soll die Blankoverordnung von den Kürzungen betroffen sein und die Verwaltungspauschalen wegfallen. Es drohen zusätzlich Vergütungskürzungen durch Absenkung um jeweils einen Prozentpunkt in den Jahren 2027-2029 und das während die Kosten für Löhne, Mieten, Energie und Material weiter steigen.
In einer Zeit, in der wir eh schon einen Fachkräftemangel haben, verschärft die Reform dies noch zusätzlich.
Die Physiotherapie verhindert Operationen, verkürzt Krankheitsverläufe, erhält Selbstständigkeit und senkt langfristige Kosten - auch hier wird einfach am falschen Ende gespart!
Solange das Gesetz noch nicht den Bundesrat passiert hat, können wir noch einwirken. Diese Chance gilt es zu nutzen - gemeinsam!

