Weltkindertag am Oberen Markt: Wie kleine Hände ein großes Zeichen setzen
Der Weltkindertag ist einer dieser Tage, die leicht im Kalender untergehen können – zwischen all den anderen Aktionstagen, die es mittlerweile gibt. Und doch: Kaum ein Thema verdient so viel Aufmerksamkeit wie die Frage, welche Rechte Kinder eigentlich haben – und ob diese Rechte in unserem Alltag wirklich ankommen. Genau deshalb waren wir als Die Linke Neumarkt am Samstag, den 20. September, von 13:30 bis 15:30 Uhr mit einem Infostand am Oberen Markt vor der Drogerie Müller vertreten.
Der Weltkindertag ist einer dieser Tage, die leicht im Kalender untergehen können – zwischen all den anderen Aktionstagen, die es mittlerweile gibt. Und doch: Kaum ein Thema verdient so viel Aufmerksamkeit wie die Frage, welche Rechte Kinder eigentlich haben – und ob diese Rechte in unserem Alltag wirklich ankommen. Genau deshalb waren wir als Die Linke Neumarkt am Samstag, den 20. September, von 13:30 bis 15:30 Uhr mit einem Infostand am Oberen Markt vor der Drogerie Müller vertreten.
Ein Nachmittag voller Gespräche
Wir hatten uns viel vorgenommen für diesen Nachmittag – Informationen mitbringen, aufklären, ins Gespräch kommen. Und genau das ist passiert, und zwar mehr, als wir zu hoffen gewagt hatten. Der Stand war gut besucht: Familien blieben stehen, Kinder liefen neugierig zwischen den Infotafeln umher, und immer wieder entwickelten sich Gespräche – über Kinderrechte im Allgemeinen, aber auch darüber, wie sich diese Rechte konkret im Neumarkter Alltag zeigen oder eben manchmal auch fehlen.
Besonders gefreut hat uns die große Beteiligung an unserer Mitmachaktion „Kinderhände für Kinderrechte". Auf einem großen Plakat konnten Kinder – und auch so mancher Erwachsener – ihren Handabdruck hinterlassen. Am Ende war das Plakat bunt gefüllt mit kleinen und größeren Abdrücken: ein Zeichen dafür, dass Kinderrechte kein abstraktes Thema sind, sondern etwas, das Menschen konkret bewegt und für das sie sich sichtbar einsetzen wollen.
Warum das Thema mehr Aufmerksamkeit verdient, als es oft bekommt
Uns war es an diesem Tag ein besonderes Anliegen, mit einem verbreiteten Irrtum aufzuräumen: Viele gehen davon aus, dass mit dem Grundgesetz automatisch auch die Rechte von Kindern ausreichend geschützt sind. Das stimmt nur bedingt. Natürlich gelten die Grundrechte – Menschenwürde, Gleichheit, Schutz vor Diskriminierung – grundsätzlich auch für Kinder. Doch eine eigenständige, ausdrückliche Verankerung von Kinderrechten sucht man im Grundgesetz bis heute vergeblich. Immer wieder gibt es politische Debatten und Initiativen, das zu ändern – bislang ohne Erfolg.
Genau hier setzt die UN-Kinderrechtskonvention an, die Deutschland bereits vor über drei Jahrzehnten ratifiziert hat. Sie benennt explizit, was Kindern zusteht: das Recht auf Schutz vor Gewalt, auf Beteiligung und Mitsprache bei Entscheidungen, die sie betreffen, auf Bildung, auf besondere Fürsorge und auf eine gewaltfreie, sichere Kindheit. Das sind keine Selbstverständlichkeiten, die "automatisch mitgedacht" werden, sondern Rechte, die eigens benannt, eingefordert und immer wieder neu erkämpft werden müssen – in der Familie, in Kitas und Schulen, aber auch auf kommunaler und politischer Ebene.
Mehr als ein einzelner Tag
Der Weltkindertag ist für uns deshalb mehr als ein symbolisches Datum im Kalender. Er ist eine jährliche Erinnerung daran, dass Kinderrechte kein erledigtes Thema sind, sondern aktiv gelebt, geschützt und immer wieder neu erkämpft werden müssen. “Als Die Linke Neumarkt sehen wir es als unsere Aufgabe, dieses Thema nicht nur an einem Nachmittag im September aufzugreifen, sondern es dauerhaft im Blick zu behalten – bei kommunalpolitischen Entscheidungen ebenso wie im direkten Austausch mit den Menschen vor Ort”, erklärte dazu Thomas Seitz als Organisator der Aktion.
Danke!
Ein herzliches Dankeschön geht an alle, die am Samstag vorbeigekommen sind, mit uns diskutiert und sich an der Handabdruck-Aktion beteiligt haben. Ihr habt aus einem Infostand einen wirklich schönen, lebendigen Nachmittag gemacht – und ein Banner voller kleiner Hände, das zeigt: Kinderrechte gehen uns alle an.





