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Wir wollten Jugendliche einbinden. Die Mehrheit sagte Nein.

Auf der letzten Neumarkter Stadtratssitzung am 24. Juni 2026 brachten die beiden Stadtratsmitglieder der LINKEN, Britta Dirrigl und Marco Winkler, den Antrag ein, für den Neumarkter Stadtrat eine*n Jugendsprecher*in mit beratender Stimme einzuberufen. Damit soll in einem Gremium, in dem das jüngste Mitglied 32 Jahre alt ist und insgesamt nur vier Mitglieder unter 40 Jahre alt sind, auch die Perspektive junger Menschen Gehör finden – und nicht nur durch ihre weitaus älteren Vertreter*innen.

"Gerade in dieser Sitzung wäre es bei der Diskussion um das neue Jugendbüro besonders wichtig gewesen, auch die Stimme von Jugendlichen direkt zu hören: was sie von der Gestaltung halten, was ihnen wichtig ist – und sie hätten auf einige Fragen und Kommentare der Stadtratsmitglieder*innen direkt antworten und argumentieren können.", merkt Britta Dirrigl an.

Den Vorwurf, dass ein*e Jugendsprecher*in nur im eigenen Interesse handeln würde, weist Britta Dirrigl entschieden zurück:
„Diesen Vorwurf könnten wir dann bei allen Mitgliedern des Stadtrates und dem Bürgermeister gleichermaßen anbringen. Auch diese sind nicht frei davon, in ihrem eigenen Interesse zu handeln – auch wenn sie durch die Bevölkerung gewählt wurden"

„Die Wahl einer solchen beratenden Stimme sollte vom Jugendbüro durchgeführt werden und nicht einfach aus dem Stadtrat bestimmt werden. Auch die Aussage, dass es ja schon eine Jugendbefragung gebe, ist vollkommen richtig und wichtig. Sie soll durch eine*n Jugendsprecher*in nicht abgeschafft, sondern ergänzt werden und könnte sogar die Basis bieten", sagt Marco Winkler zu dem Einwurf des Oberbürgermeisters.

Britta Dirrigl macht noch einmal deutlich:
„Wir wollen Jugendliche in die Politik einbinden. Sie sind unsere Zukunft – sie sollen aktiv mitsprechen dürfen und an demokratische Prozesse herangeführt werden. Ein Jugendparlament würden wir natürlich sehr begrüßen und hätten hierfür gerne einen Antrag eingebracht. Allerdings wollen wir das Jugendbüro mit dieser Aufgabe nicht überlasten, da die erforderliche Personaldecke dafür aktuell nicht gegeben ist. Das Jugendbüro leistet wunderbare Arbeit und sehr viel – das muss gewürdigt und unterstützt werden. Eine*n Jugendsprecher*in sehen wir als einen ersten, einfachen Schritt, der sich im Laufe der Zeit sicherlich zu einem Jugendparlament ausbauen lässt. Mit der Ablehnung dieses Antrags wurde diese Chance erst einmal vertan."

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